melcom's FFmpeg Audio Normalizer v4.1.2

Open-Source Audio-Normalisierung mit FFmpeg, LUFS und True Peak Support. Entwickelt für Musik, Podcasts, Gaming-Audio und Batch-Workflows - ohne Kommandozeile.

Inhaltsverzeichnis

Voraussetzungen

Für die Nutzung von melcom's FFmpeg Audio Normalizer wird die vollständige FFmpeg-Suite benötigt:

Empfohlener Download:

github.com/BtbN/FFmpeg-Builds/releases

Empfohlen wird:
ffmpeg-master-latest-win64-gpl.zip

Nach dem Entpacken muss der Pfad zum FFmpeg-Ordner in den Optionen des Programms hinterlegt werden.

Erste Schritte

  1. Starte AudioNormalizer.exe.
  2. Öffne:
    Datei -> Optionen
  3. Wähle den Ordner aus, der:
    ffmpeg.exe, ffplay.exe und ffprobe.exe enthält.
  4. Nutze "Dateien hinzufügen", "Ordner hinzufügen" oder ziehe deine Dateien per **Drag & Drop** direkt in die Warteschlange.
  5. Wähle dein gewünschtes LUFS-Preset, True Peak-Limit und Ausgabeformat.
  6. Wähle einen Audio-Charakter aus. Transparent ist der Standard und verändert den Klangcharakter nicht zusätzlich.
  7. Klicke auf:
    "Normalisierung starten"
Während der Verarbeitung zeigt das Log-Fenster alle Schritte sowie den aktuellen Fortschritt an.

Update-Prüfung

Das Programm kann beim Start über GitHub Releases prüfen, ob eine neuere öffentliche Version verfügbar ist. Diese Option kann unter Datei -> Optionen ein- oder ausgeschaltet werden. Pre-Release-Updates können dort separat eingeschlossen werden; standardmäßig sind sie ausgeschlossen.

Die automatische Prüfung bleibt ohne Meldung, wenn die installierte Version aktuell oder GitHub nicht erreichbar ist. Unter Info -> Auf Updates prüfen... kann jederzeit eine manuelle Prüfung mit sichtbarem Ergebnis gestartet werden.

Das Programm zeigt lediglich einen Hinweis und einen Link zum passenden GitHub-Release an. Updates werden niemals automatisch heruntergeladen oder installiert.

Fensteraufteilung

Die waagerechte Trennlinie über dem Prozessprotokoll verändert dessen Höhe. Die senkrechte Trennlinie zwischen Dateien und Einstellungen verändert deren Breite. Bei wenig Platz lassen sich die Einstellungen scrollen. Die Schaltflächen zur Verarbeitung bleiben unter den Arbeitsbereichen sichtbar.

Fenstergröße, Positionen der Trennlinien und maximierter Zustand werden automatisch im Abschnitt Layout der options.ini gespeichert und beim nächsten Start wiederhergestellt. Datei - Fensteraufteilung zurücksetzen stellt die eingebaute Standardaufteilung wieder her. Die Aufteilung ist unabhängig von Audioprofilen und bleibt beim Wechsel von Ausgabeformat, Sprache oder Theme erhalten.

Analyse-Ergebnisse

Mit Nur analysieren werden die Dateien in der Liste gemessen, ohne das Audio zu verändern oder zu codieren. Nach Abschluss öffnet sich die Ansicht automatisch; sie lässt sich über "Analyse-Ergebnisse..." erneut öffnen. Die Übersicht zeigt Lautheit, True Peak, Lautheitsbereich (LRA) und PLR sowie weitere Signalwerte je Datei. Die beim Analysestart gewählten Ziele dienen nur zum Vergleich; Differenzen sind keine Vorhersage einer normalisierten Ausgabe. Ein Ergebnis oder alle Ergebnisse lassen sich kopieren; der vollständige Bericht kann als CSV exportiert werden. Analyse- und Normalisierungsberichte bleiben für die Sitzung getrennt erhalten. Ein neuer Lauf ersetzt nur den Bericht derselben Art. Nicht messbare, fehlerhafte und abgebrochene Dateien werden ausdrücklich markiert. Bei einem Dateifehler läuft die Analyse mit den übrigen Dateien weiter. Beim Abbrechen bleiben bereits gesammelte Ergebnisse erhalten.

Lautheit in den Ergebnistabellen bezeichnet die über die Datei integrierte Lautheit in LUFS. Relative Gating-Schwelle ist die von FFmpeg gemeldete relative Schwelle der Lautheitsmessung, keine Kompressorschwelle und kein Noise Gate im Audiosignal. Min. / Max. Samplewert zeigt vorzeichenbehaftete Samplewerte, keine Pegel in dBFS. Der Crest-Faktor vergleicht Sample Peak mit RMS; PLR vergleicht True Peak mit integrierter Lautheit. LRA beschreibt Lautheitsschwankungen und ist mit keinem dieser Verhältnisse gleichzusetzen. Die gemessene Bittiefe beschreibt die decodierten Samples, nicht die Bittiefe des Dateiformats.

Die Normalisierungsergebnisse bieten ebenfalls das Kopieren einzelner oder aller Ergebnisse und CSV-Export mit Original, Ziel, gemessener Ausgabe, Status, Verarbeitungsmodus und Codierungsdetails.

Nach einem abgeschlossenen Analyse- oder Normalisierungslauf öffnet sich das passende Ergebnisfenster automatisch. Beim Überfahren der Ergebnis-Schaltflächen mit der Maus erscheint eine Erklärung, auch im deaktivierten Zustand. Nach einem Abbruch bleiben gesammelte Ergebnisse über die jeweilige Schaltfläche erreichbar.

Ausgabeprüfung und Ergebnisse

MP3 und M4A starten jetzt ausdrücklich mit 320 kbps CBR, unabhängig von der Quellbitrate. MP3 verwendet LAME-Algorithmusqualität 0. VBR wird nur durch Auswahl einer VBR-Qualitätsstufe aktiviert; M4A bietet q2 und q1. OGG/Vorbis startet mit 320 kbps ABR, einer durchschnittlichen Zielbitrate und keinem strikten CBR. Seine VBR-Qualitätsstufen bleiben ausdrücklich wählbare Alternativen. Ältere verlustbehaftete Profile mit Original / Standard laden den neuen Formatstandard; die frühere Vorbis-Option 320 kbps (CBR) wird als 320 kbps (ABR) geladen. Profile speichern die ausdrückliche Qualitätsauswahl. Die Formathilfe unter Spezifikationen erklärt den Encoder-Headroom und passt ihren Zeilenumbruch an die Feldbreite an. Ergebnisse und Zwischenablage enthalten die gewählte Codierung.

"Encoder-Headroom (dB)" reserviert vor der MP3-, M4A- oder OGG-Codierung 0 bis 3 dB für Signalspitzen, die bei verlustbehafteter Codierung entstehen können. Die interne True Peak-Grenze wird um den eingestellten Wert abgesenkt, höchstens bis zu FFmpegs Untergrenze von -9 dBTP. Lautheitsziel und endgültiger True Peak-Zielwert bleiben unverändert. 0 deaktiviert die zusätzliche Reserve. Die Einstellung steht unter Ausgabeformat und wird in Profilen gespeichert. Ältere Profile verwenden den Standardwert 0. WAV und FLAC ignorieren die Einstellung. Ergebnisse und Zwischenablage zeigen angeforderte und angewendete Reserve. Die Ausgabeprüfung misst die fertig codierte Datei gegen die gewählten Zielwerte, ohne sie zu verändern.

Aktiviere "Ausgabedateien prüfen" vor der Normalisierung, um die fertig codierten Dateien zu messen. Die Option ist standardmäßig ausgeschaltet und benötigt zusätzliche Analysezeit. Datei - Optionen speichert die Voreinstellung; Profile können die Auswahl übernehmen. Ältere Profile werden ohne Ausgabeprüfung geladen.

Öffne nach der Verarbeitung "Ergebnisse...", um Original, Ziel und gemessene Ausgabe zu vergleichen. Die Ergebnisse gehören zum letzten Normalisierungslauf und bleiben bis zum nächsten Normalisierungslauf oder Programmende im Arbeitsspeicher. Das ausgewählte Ergebnis lässt sich kopieren.

Dateierstellung und Prüfung haben getrennte Zustände. Eine fehlgeschlagene oder abgebrochene Prüfung verwirft keine erfolgreich erstellte Datei. Die Lautheit wird mit +/- 0,2 LU geprüft; True Peak darf für eine bestandene Prüfung höchstens 0,1 dB über der gewählten Grenze liegen. LRA wird ohne Zielprüfung angezeigt. Dies sind Anwendungstoleranzen und keine Zertifizierung.

Misst zuerst und fordert eine feste Pegeländerung an. FFmpeg kann dynamisch arbeiten, wenn die Grenzen für True Peak oder den Lautheitsbereich (LRA) die lineare Verarbeitung verhindern. Das Mastering-Preset bearbeitet das Audio vor der Normalisierung und kann die Dynamik auch dann verändern, wenn FFmpeg Linear meldet. Ist die Lautheit nicht messbar, entfällt im Verfahren mit zwei Durchgängen die Lautheitsanpassung; eine erfolgreiche Zielprüfung ist dann nicht möglich. Beispiele sind Stille und sehr kurze Dateien.

Gültige Ziele liegen zwischen -70 und -5 LUFS sowie -9 und 0 dBTP. Original / Standard erhält unterstützte WAV-Bittiefen einschließlich 64-Bit-Float. Ist die Quellbitrate für den Ausgabecodec ungeeignet, werden dessen Standardwerte verwendet. Widersprüchliche Ausgabepfade werden vor der Verarbeitung abgelehnt.

Normalisierungs-Modi & Export-Optionen

Linear (2 Durchgänge)

Misst zuerst und fordert eine feste Pegeländerung an. FFmpeg kann dynamisch arbeiten, wenn die Grenzen für True Peak oder den Lautheitsbereich (LRA) die lineare Verarbeitung verhindern. Die Zahl der Durchgänge bezieht sich auf die Normalisierung. Die Ausgabeprüfung ergänzt eine Messung der codierten Datei; bei Mastering kann zusätzlich eine separate Messung des Originals nötig sein.

Dynamisch (1 Durchgang)

Passt den Pegel im Zeitverlauf an und begrenzt Spitzen. Dadurch können die Unterschiede zwischen lauten und leisen Abschnitten kleiner werden. Die Zahl der Durchgänge bezieht sich auf die Normalisierung. Die Ausgabeprüfung ergänzt eine Messung der codierten Datei; bei Mastering kann zusätzlich eine separate Messung des Originals nötig sein.

Erweiterte Export-Optionen & Echtzeit-Specs

Die Herbstklang Edition bietet eine umfassende Kontrolle über das Zielformat:

Wiedergabesteuerung & Queue

Der integrierte Player und die Dateiliste wurden für ein optimales Workflow-Gefühl optimiert:

Audioeigenschaften

Lautheitsbereich (LRA) beschreibt die Schwankungen der Lautheit im Zeitverlauf. Sample Peak ist der höchste digitale Sample-Pegel; True Peak berücksichtigt auch geschätzte Spitzen zwischen den Samples. DC-Offset ist der Gleichspannungsanteil des Signals.

PLR (Peak-to-Loudness Ratio): PLR ist die Differenz zwischen maximalem True Peak und integrierter Lautheit derselben Datei. Der Wert wird in LU angezeigt und ergänzt LRA und Crest-Faktor. Er wird ohne weiteren Messdurchlauf aus der vorhandenen Analyse berechnet. Fehlende oder nicht endliche Messwerte erscheinen als N/A; PLR allein bewertet keine Klangqualität.

Im Fenster Audioeigenschaften kannst du detaillierte Informationen zu deinen Audiodateien einsehen, Metadaten (ID3-Tags) bearbeiten, Cover-Artworks verwalten und umfassende Loudness-Statistiken abrufen.

So öffnest du die Audioeigenschaften:

Wähle eine Datei in der Liste aus und klicke auf den [ i ]-Button, oder mache einfach einen Rechtsklick auf die gewünschte Datei.

Umfangreiche Tabs im Überblick:

Einblicke in den Inspector:

Klicke auf die Bilder, um sie zu vergrößern.

Presets & Audio-Charakter

LUFS- und True Peak-Presets

Mastering-Charakter

Das Mastering-Preset bearbeitet das Audio vor der Normalisierung und kann die Dynamik auch dann verändern, wenn FFmpeg Linear meldet.

Diese Namen beschreiben den angestrebten Klangcharakter, keine genormten Messgrößen. Das hörbare Ergebnis hängt vom Ausgangsmaterial ab. Kompression und Soft Clipping erfolgen vor der Lautheitsnormalisierung und können neben Attack und Dichte auch die Pegelspitzen verändern.

Transparent

Lautheitsnormalisierung ohne zusätzliche Mastering-Filter. Dynamische Normalisierung kann die Dynamik dennoch verändern.

Cohesive

Sanfte Kompression und Soft Clipping für einen kompakteren Mix. Kann auch im linearen Modus die Dynamik verringern.

Punchy

Kompression und Soft Clipping mit Fokus auf Punch. Kann auch im linearen Modus Transienten und Dynamik verändern.

Aggressiv

Stärkere Kompression und Soft Clipping für einen dichteren Klang. Kann auch im linearen Modus die Dynamik verringern.

Qualität & Metadaten

Erhalt der Audioqualität

Bei WAV- und FLAC-Dateien bleiben Abtastrate und Bittiefe standardmäßig erhalten. Es findet kein unnötiges Downsampling statt, es sei denn, eine feste Abtastrate wurde explizit ausgewählt.

Metadaten & Tags

Titel, Album, Künstler, Jahr und weitere Metadaten werden automatisch übernommen.

MP3-Dateien verwenden automatisch den ID3v2.3-Standard für maximale Kompatibilität.

Profil-Verwaltung

Die Herbstklang Edition verfügt über ein flexibles Profilsystem, mit dem Du Deine bevorzugten Einstellungen speichern, laden und verwalten kannst. Dies ist besonders praktisch, um schnell zwischen unterschiedlichen Workflows (z. B. Podcast-Normalisierung und Musik-Mastering) zu wechseln.

Funktionen im Überblick:

Das Profilsystem speichert die kompletten Lautheits-Vorgaben (LUFS, True Peak, Mastering-Charakter), den gewählten Normalisierungs-Modus sowie das Ausgabeformat (inklusive Abtastrate und Qualitätsstufe) ab.

Zusätzliche Hinweise

Anti-Ruckel-Bremse: Die FFmpeg-Prozessverarbeitung liest Daten nun zeilenweise (readline()) statt zeichenweise aus. Das spart wertvolle CPU-Ressourcen und verhindert GUI-Hänger bei der Normalisierung gänzlich.
Robustheits-Guard: Das Programm verhindert proaktiv den Datei-Import, falls der hinterlegte FFmpeg-Pfad fehlt oder ungültig ist, um Fehler im Vorfeld auszuschließen.
Falls ein Prozess abgebrochen wird oder ein Fehler auftritt, entfernt das Programm automatisch alle temporären Arbeitsdateien (.temp).

Über diese Hilfe

Dieses Projekt wurde von melcom entwickelt und steht unter der MIT-Lizenz.

Projektseite:
melcom-creations.github.io/melcom-music